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Alu Schweißgerät und ist Aluminium überhaupt schweißbar?

Alu SchweißgerätEs wird vielfach behauptet, das Aluminium nicht oder wenn nur sehr schwer schweißbar ist. Diese Aussage trift nur in geringer Form zu. Insbesondere für Anfänger. Ob sie es glauben oder nicht, Alu ist durchaus mit allen heutigen Schweißverfahren mehr oder weniger schweißbar. Doch alle Schweißverfahren sind nicht für den Anfänger geeignet. Ein Alu Schweißgerät wird ihnen dabei eine große Hilfe sein.

Warum ist Aluminium schwer oder nicht schweißbar?

Das witterungsbeständige Metall wird an freier Luft mit einer dünnen Oxidhaut ummantelt. Diese Oxidschicht ist fest mit dem Alu verbunden und platz auch beim Biegen, Kanten und Falzen nicht. Der Schmelzpunkt der Oxidschicht liegt bei ca. 2000° C. Der Schmelzpunkt des Aluminiums liegt allerdings schon bei ca. 658° C. Genau dieser enorme Temperaturunterschied macht das Schweißen von Alu schwierig. Dieser Temperaturunterschied wird von einem guten Alu Schweißgerät überwunden.

Welches Schweißgerät oder Schweißverfahren ist das beste Alu Schweißgerät?
Um diese Frage zu Beantworten sollten sie wissen, welche Schweißverfahren es gibt.

Das Gasschmelzschweißen als Alu Schweißgerät.

Alu SchweißgerätDas wohl älteste Schweißverfahren überhaupt. Es kommt heute kaum noch zum Einsatz. Neuere und besser Techniken lösen dieses Schweißverfahren ab.

Bei diesem Schweißverfahren kommen zwei Gase zum Einsatz. Die gebräuchlichste Kombi besteht aus Acetylen als Brenngas und Sauerstoff. Mit dieser Kombi wird die höchste Flammentemperatur von bis zu 3200° C erreicht. Weiter Brenngase, die anstatt Acetylen zum Einsatz kommen sind Wasserstoff und Propan. Dieses Verfahren ist für einen Anfänger nicht zu empfehlen. Erst recht nicht als Alu Schweißgerät.

Vorteile: Für den normalen „Hausgebrauch“ gibt es so gut wie keine Vorteile.

Nachteil: Ein erfahrener Fachmann erzielt mit den richtige gewählten Zusätzen ein zufriedenstellendes Ergebnis. Schweißstäbe und Flussmittel sind als Zusätze zu sehen und richtig zu wählen. Der Anfänger wird schon seine liebe Not mit dem richtigen Einstellen des Entnahmedrucks für die Arbeit haben.

Metalllichtbogenschweißen als Alu Schweißgerät

Unser Strom aus der Steckdose führt eine Spannung von 220 oder 380 Volt. Diese hohe Spannung ist für den Schweißer lebensgefährlich. Beim schweißen werden niedrige Arbeitsspannungen von 15 bis 50 Volt und hohe Stromstärken von 40 bis 100 Ampere benötigt. Das heiß, dass unser Strom aus der Steckdose umgespannt oder umgeformt werden muss.

Für das Umspannen oder Umformen kommen verschiedenen Geräten zum Einsatz.

Der Schweißgenerator als Alu Schweißgerät

Alu SchweißgerätDieses Schweißgerät liefert Gleichstrom bis zu 100 Volt in der Leerlaufspannung. Umgewandelt wird der Strom durch einen Gleichstromgenerator, der über einen Motor mit Drehstromantrieb angetrieben wird.

Vorteile: Sein Vorteil liegt darin, dass man alle Elektrodentypen verschweißen kann. Er zeichnet sich durch eine gleichmäßige Netzbelastung und einem stabilen Lichtbogen aus. Drüber hinaus hat er keine Beschränkungen in engen und feuchten Räumen.

Nachteil: Der Lichtbogen hat eine starke Blaswirkung und eine ziemliche Geräuschbelästigung. Im Leerlauf entstehen hohe Stromkosten. Anschaffungs- und Wartungskosten sind ebenfalls hoch.

Der Schweißgleichrichter als Alu Schweißgerät

Auch hier wird in der Leerlaufspannung ein Gleichstrom mit bis zu 100 Volt geliefert. Das Gerät besteht aus einen Transformator und einem nachgerichteten Gleichrichter.

Schweißgleichrichter, die auch im Kessel- oder Behälterbau benutzt werden können, sind mit einem [K] in einem Viereck gekennzeichnet.

Vorteile: Es sind alle Elektrodentypen verschweißbar. Die Stromnetzbelastung ist gleichmäßig und er entwickelt geringe Geräusche. Der Lichtbogen ist stabil. Was diese Gerät zu einem guten Alu Schweißgerät macht.

Nachteile: Hohe Blaswirkung, die für einen unruhigen oder vielmehr eine Ablenkung des Lichtbogens sorgt. Hohe Anschaffungskosten. Begrenzung für enge und feuchte Räume.

Der Schweißtransformator als Alu Schweißgerät.

Alu SchweißgerätDie Leerlaufspannung liegt hier bei bis zu 70 Volt. Im einfachsten Aufbau spannt er den Netzstrom in Wechselstrom um. Dieser Strom ist zugleich der besser für das Aluschweißen.

Schweißtransformatoren, die mit 42 V gekennzeichnet sind, sind auch für Kessel- und Behälterbau geeignet.

Vorteile: Diese Geräte haben fast keine Blaswirkung. Sie haben nur geringe Leerlaufverluste und sind einfache und günstige Geräte.

Nachteile: Es sind nicht alle Elektrodentypen verschweißbar. Begrenzung in der Leerlaufspannung in engen und feuchten Räumen. Stromstöße auf das Netz.

Kleinschweißgeräte als Alu Schweißgerät.

Sie sind Schweißtransformatoren, die an der Lichtsteckdose angeschlossen werden können. Nur der Vollständigkeit wegen erwähnt.

Vorteile: Leicht auf die Baustelle zu transportieren. Kann an einer normalen Steckdose für den Haushalt angeschlossen werden. Die neueren Geräte sind auch vom Gewicht wesentliche handlicher als früher.

Nachteile: Es können nicht alle Elektroden verschweißt werden. Der höchste Durchmesser für eine Elektrode beträgt ca. 3,25 mm.

Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) als Alu Schweißgerät

Beim WolframInertgasschweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer gesinterten Wolframelektrode. Diese Elektrode dient lediglich zur Führung des Lichtbogens. Der Schmelzpunkt liegt bei ca. 3380° C. Der Draht- oder stabförmige Zusatzstoff wird seitlich von Hand oder mechanisch zugeführt.

Geschweißt wird mit Gleichstrom, wobei die Elektrode den Minuspol einnimmt. Dadurch wird die Elektrode geschützt und erreicht einen tieferen Einbrand.

Für Werkstoffe mit hochschmelzender Oxidschicht, wie Alu, wird Wechselstrom genutzt. Dieser bricht die Oxidschicht auf. Da man bei guten WIG-Schweißgräten den Strom auf Wechselstrom und Gleichstrom umschalten kann eigenen sie sich besonders gut als Alu Schweißgerät.

Die mögliche Arbeitsspannung liegt bei 5 bis 500 A.

Vorteile: Hochwertige und gleichmäßig geschuppte Schweißraupen. Hohe Abschmelzleistung bei geringen Investitionskosten. Gut zu mechanisieren.

Nachteile: Großer Wärmebereich der Schmelzzone und große Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen des Brennerabstandes. Durch den Verbrauch von Edelgasen entstehen hohe Betriebskosten.

Was sind Inerte Gase?

Inerte Gase sind die Edelgase Argon und Helium. Sie sind sehr reaktionsträge und gehen keine Verbindungen ein. Das macht sie für das Schweißen von Nichteisenmetallen, Alu und ihre Legierungen so wertvoll. Diese Tatsache gilt für alle Edelgase.

Für jedes Schweißverfahren oder Schweißgerät gibt es einige Zusätze. Diese Zusätze bestehen aus Elektroden, Schweißdrähte und Flussmittel. Sie müssen nur darauf achten, dass sie gleiche oder zumindest ähnliche Werkstoffe beim Schweißen benutzen. Dies gilt natürlich auch für die Zusatzstoffe und Füllstoffe.

Für Alu Schweißgeräte gibt es besondere Zusätze. Beim MIG-Schweißen z. B. gibt es nicht nur die inerten Gase, sondern auch Drahtspulen, die mit Alu gewickelt sind.

Benutzen sie ein E-Schweißgerät als Alu Schweißgerät, so müssen sie genau auf die Elektroden achten. Für ein elektrisches Alu Schweißgerät sind Umhüllte Elektroden am besten geeignet. Die Umhüllung macht den Lichtbogen leitfähig und er lässt sich leichter zünden. Sie schützen die Schmelze vor der umgebenden Luft.

Beim WIG-Schweißen sollen sie sich ein Alu Schweißgerät kaufen, das sie von Gleichstrom aus Wechselstrom umstellen können. Diese Möglichkeit erkennen sie an dem AC in der Beschreibung. Das Edelgas Argon wird von einem WIG-Alu Schweißgerät verwendet.

Ein Alu Schweißgerät mit einer Hochfrequenzzündung sind besonders gut. Diese Zündung schützt ganz besonders die Elektrode beim WIG-Schweißen. In der heutigen Zeit sollten sie auf jeden Fall bei einem Gerät mit dieser Funktion zu greifen. Neue Schweißelektroden für das WIG-Schweißgerät sind auf Dauer sehr teuer. Denn sie sind durch Sintern in ihrer äußeren Schicht gehärtet worden und daher sehr empfindlich.

Schutzgasschweißen (SG) als Alu Schweißgerät.

Salop gesagt ist das Schweißverfahren eine Kombination aus Gasschmelzschweißen und Metalllichtbogenschweißen. Schutzgasschweißen erfolgt nach den gleichen Prinzipien wie das E-Schweißen. Der Unterschied liegt an das zusätzlich benutzte Schweißgas. Mit diesem Schweißverfahren lassen sich nicht nur Baustähle und niedriglegierte Stähle schweißen, sondern auch hochlegierte Stähle, Aluminium, Kupfer und deren Legierungen. Es eignet sich unter bestimmten Voraussetzungen hervorragend als Alu Schweißgerät.

Es werden Metallschutzgasschweißen (MSG) und Wolframschutzgasschweißen (WSG) unterschieden. Im englischen Sprachraum wird Wolfram als Tungsten bezeichnet. Wenn sie bei einem Gerät die Bezeichnung TIG finden, dann handelt es sich um ein Wolframschutzgasgerät. Bei beiden Schweißarten kommen sogenannte Schutzgase zum Einsatz.

Als Metallschutzgasschweißen bezeichnet man alle Verfahren mit abschmelzender Elektrode. Die gleichzeitig als Zusatz- und Füllstoff verwendete Elektrode ist ein Schweißdraht, der auf eine Rolle aufgespult ist und einen Durchmesser von 0,2 bis 2,4 mm hat. . Das Gesamtgewicht der Rolle liegt bei ca. 15 kg.

Der Lichtbogen brennt zwischen der abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück. Die Elektrode ist in der Regel positiv gepolt. Elektrode, Lichtbogen und Schmelzbad werde von einem Schutzgas umhüllt das die schädlichen Einwirkungen der Luft abschirmt. Je nach Art des Schutzgases unterscheidet man:

• Metall-Aktivgasschweißen (MAG)
• Metall-Inertgasschweißen (MIG)

Gewöhnlich wird das preiswertere Aktivgas verwendet. Nur beim Schweißen von Aluminium und seine Legierungen ist Inertgas erforderlich.

Was geht im Inneren des Gerätes vor sich?

Alu SchweißgerätDas Drahtvorschubgerät wickelt den Schweißdraht ab und schiebt ihn durch das Schlauchpaket zum Brenner. Unmittelbar vor dem Lichtbogen wird dem Draht über einen Schleifkontakt (Stromdüse) der Schweißstrom zugeführt. Das Drahtende kann mit großen Stromstärken belastet werden.

Der Rüssel oder Handschweißbrenner sorgt für die Führung des Drahtes, die Stromeinleitung in der Elektrode und die Schutzgaszufuhr an der Schweißstelle. Wegen der Erwärmung wird der Brenner gekühlt.

Ein Magnetventil wird beim Einschalten des Schweißstromes geöffnet und das Schutzgas strömt durch das Schlauchpaket zum Brenner. Dort tritt es an der Schweißdüse aus und bildet eine Schutzglocke um die Schweißstelle. Die Schweißstromstärke beträgt ca. 30 bis 6000 A.

Ein Schutzgasgerät das MIG kann ist ein Alu Schweißgerät

Vorteile: Die Schweißnaht wird vor den Verunreinigungen in der Luft gut geschützt. Schweißdraht und Schutzgas können gut Aufeinander abgestimmt werden. Das sorgt für eine saubere Schweißnaht. Keine oder nur minimale Nacharbeiten erforderlich und ein geringer Verzug des Werkstückes. Leicht zu schweißen.

Nachteile: Hoher Wartungsaufwand an der Drahtförderungseinrichtung und hohe Kosten für das Edelgas. Die Schutzgasglocke kann durch Lüftung aufgerissen werden, was sich schlecht auf die Schweißnaht auswirkt.

Als Anfänger sollten sie auf ein leicht zu handhabendes Schutzgas Schweißgerät zurück greifen.